| Notizen |
- Ihre Eltern sterben im Jahr 1709, dem Geburtsjahr von Menne. Die sechs Geschwister waren somit auf die Fürsorge ihrer Verwandten angewiesen.
Focko und sein Bruder Menne Janssen werden im Testament von Menne Siebens bevorzugt.
"Ich ernenne zu meinen eintzigen und wahren Erben meiner sählgen Schwester Ocke Siebens nachgelassene beiden jüngsten (Kinder oder) Söhne Focko Janssen ter Haseborgh und Menne Janssen ter Haseborgh, welche nach meinem tödlichen Abgangk zu meiner sämptlichen Nachlassenschaft, es sey Immobilia, Mobilia moventia, Briefschaften, Gold, Silber oder bahrschafften, nichts ausgesondert, eine eintzigen und wahren Erben seyn und verbleiben sollen" (Testament-Auszug von Menne Siebens ter Haseborgh vom 10. September anno 1726).
Als Träger seines Namens wurden sie zu den Stammvätern der Familie ter Haseborg.
- Focko wird nach einem sechsjährigen Studium der Theologie in Groningen im Jahr 1729 Pastor zu Mitling / Mark und 1745 Pastor zu Weener.
- Laut "Die Groenevelds" heiratet er am 24.11.1729 in Mitling.
- Wahrscheinlich in mit den Eintrag im Kirchenbuch zu Bunde er gemeint:
An de Heeren Predikanten tot Weender als F. ter
Haseborg en S: Eilshemius voor het Prediken alhier
te Bonde in de Vacantie Samen 64,16,-; Brauwer Wil-
lem Swalve; an Brauwer Willem Swalve Geduirende die
Vacantie die Kosten en Verteringender Predicanten
Soo op de Nominatieals anders hier gepredikt hebben,
ook doe onse beroepene Predikant is introduciert be-
loopt Samen 239,10,-; Wilcke Hayen Smits Wed.; an Mon
Wybe Swalve die Toll voor het inkomen van onse Dom.
Venekamp syne Goeder; Jan Roelis Timm.; Koopm. Lauwers
Peters voor Holt 101,9,5; Swaatie Martens voor gedui-
rende dese Vacantie het Pastorie Huis bewaken, bewa-
ren en Schoon houden 27 gul.; Berent Graalman Glase-
maker; Koopm. Peter L: Heerstma voor Holt 102,10,5;
Rlchert Jans Smit; d.29 Dec. luit Quit. No.141 betaalt
an Chirurgus Carel Bier voor dat hy Dom.Tol heeft
verbonden die komende tot Bonde om op de Nominatie
te prediken wegen Peerd en Wagen op de Loop komen-
de een Letsel an syn Lichaam hadde kregen; 1,16,-
.
1754 d.30 Dec. ist vorstehende Kirchen Rech-
nung anfangend vom 18 Oct.1748 und lauffend bis
hiezu eingenommen und befunden, daß
der Empfang 4992,13,5,
hingegen die Ausgabe 5500,2,2 1/2, folglich mehr aus
gegeben als empfangen 507,8,7 1/2.... wider die Rech-
nung nichts zu errinnern gefunden worden... allso ge-
schehen Bunde in der Versammlung d.30 Dec.1754.
Rösing, B. Venekamp, V.D.M. te Bonda, Jacobus Bellinga,
Lüppo Martens, Harm Buseman, Egbert J: Smit; Lodewich
Brons, Jan Lüppen, Harm J. Didden, Wiard L. Brons, Wych-
man Jans, Lauwers Peters, Pieter L: Heerssema, Abel Vi-
etor, Esdert Evers, Harm Bellinga, Jan Uden, Didde S.
Heykens, Hybe Tjaben, Harm Balsters, Geerdt d.Buur,
Syntie H: Smit, Göke Wübben, Heyke Wirtjes, Jan Roelfs,
Jacob L. Bellinga, Willem Swalve.
Als Ick Hayo Jacobs Didden Boekhoudende
Kerckvoogd alhier tot Bonda 1754 den 30 Dec. hebbe
Reeken gedaen Soo op voorstaende te Sien is: Soo
volgt nu Myne Continuerende Kercken Administratie
van ontfang en Uitgave: En is eerst de Ontfang als
volgt.
- 1759–1774. Pieter Stevens Wolthuis, Kaufmann für Stoffe und Holz
Nachdem die Kinder nach und nach das Haus in der Torenstraat verlassen hatten und Steven Jans Wolthuis und Mettje Mestingh verstorben waren, bewohnte der jüngste Sohn, Pieter, das Gebäude. Wie sein Vater war er Kaufmann für Holz und Stoffe und bewirtschaftete zudem Land. Er wurde am 5. November 1709 geboren und gehörte als Kaufmann zu den angesehenen Bürgern des Dorfes. Viele Jahre lang war sein Name mit dem Amt des Kirchenvorstehers von Scheemda verbunden. (12) Aus einem zweiten Inventar von 1774 geht hervor, dass in dem Gebäude zwei Gewerbe betrieben wurden: ein Tuchhandel und eine Holzverarbeitungsfirma. Der genaue Standort dieser Betriebe ist unklar. Die Auflistung eines umfangreichen Stoffbestands lässt vermuten, dass sich im Haus eine Art Lagerhaus befunden haben könnte, obwohl das Inventar nur den Warenbestand im Laden und im alten Laden erwähnt. Die akribische Auflistung der verschiedenen Stoffe nach Farbe und Zusammensetzung ist an sich schon eine Untersuchung wert. Bleituch, dunkelbraun, mausgrau, grün und blau, roter Filz, Bombasin, gestreifte Hosen, graues Leinen, Batikstoff, Geschirrtuch und Überzug, Damast, schwarze Seide, Trauertücher, Trauerschleier, Walbein, Knöpfe aus Glas und Zinn, Strümpfe, Fliegen, Baskenmützenbänder und Leder. Das Inventar belegt eindeutig, dass Wolthuis nicht nur ein bedeutender Lieferant von Stoffen für das einfache Volk, sondern auch für die wohlhabende Oberschicht war. Neben einem Laden erwähnt das Inventar auch einen Holzplatz. Angesichts des sehr begrenzten Platzes auf dem Grundstück befand sich dieser Betrieb wahrscheinlich an einem anderen Ort. Wir lesen von einem Bestand an Latten, Rippen, Kiefernbrettern, Latten, Tannen- und Eichenholz. Als allmählich klar wurde, dass der Kaufmann unverheiratet und somit kinderlos bleiben würde, beriet die Familie erneut über die Fortführung des Geschäfts. Es war der Pfarrerssohn Jan Ter Haseborg aus Mitling, Sohn von Pieters Schwester Grietje, der Interesse an der Übernahme beider Geschäfte zeigte. Nach Pieter Steven Wolthuis’ Tod am 5. Juni 1774 wurde der Hausrat aufgeteilt. Jan ter Haseborg, als neuer Besitzer, übernahm einen Großteil der Gegenstände: die Spiegel, sieben Teller auf der Kommode, die gedrechselten Stühle, die Samtkissen, das Eichenpult, das Barometer sowie Vorhänge, Bettwäsche, Öllampen und Küchenutensilien. Andere Familienmitglieder kauften den Rest. Erst zwei Jahre später erfolgte die Abrechnung und Aufteilung des im Schrank gefundenen Bargelds: Schillinge, Gulden, Gold- und Silbermünzen. Am 13. Juni 1776 waren die Angelegenheiten geregelt und das Potgeld unter ihnen aufgeteilt.
|