| Notizen |
- Eine Urkunde vom 25.01.1484 berichtet über einen Landtausch des Wybeth von Ummyngheborch und Bawe "echte ghezynnen" mit dem Johanniter-Ordenshaus Jemgum (Yemghum). Die Brüder Wybeth und Abben haben mit Siwke eingedeicht. Die Eheleute geben nun Bawes "ein fünftel Anteil" vom elterlichen Erbe zu Holtegaste und vom Werfe zu Soltborg und Wybeths "drittel Anteil" eingedeichten Landes ("nye Ynnynghe") ab, gegen genau bezeichnete andere Stücke Landes. Der Besitz in Holtgaste könnte evtl. Diurkinghe-Herd und der Diurkinghe-Busch sein. Sie erhalten ein Gras to Umyngheborg als Zugabe, "vorthmer" (ferner) "dat Land hyrte horende nu tor tydt buten dykes unde under deme water scetlyke gheleghen".
Auf diesem neu erworbenen Aussendeichsland lag auch die 1636 "neu" erbaute Kirche von Kirchborgum mit der Pastorei.
Auf diesem Gelände wurde dann später die Haseborg gebaut.
- Wijbeth Lubkens to Gareborch, in der tydt kercfoghet der kecken to Ummeborch, bekundet, dass er mit Einwilligung des heren Egghen, in der tydt kercher tho Ummeborch, im Beisein Wernekens tor Oversteborch, der vorscr. kercken mede-kerspelman, dem mester Johann van Cleve und dessen Frau Bate ein Haus verkauft habe staende bynnen Emeden uppe der nordern syden van der scoelstraten, mytter kameren unde den gantzen tymmer, so dat uppe deme werve staende is, beleghen tusken Hinrick Vosses hues uppet oesten, unde Hayo Hoytken hues uppet westen; welch hues unde kamer Werneke vorscr. umme salicheijt sijner selen der upgen. kerken to Ummenborch hadde ghegheven vor ene tsummen geldes, de mij Wijbeth van der vorscr. kerken weghene degher, vul, al unde wal ... van dem upgen. mester Johanne van Cleve unde Baten syner huesfruwen is untrychteth unde betaelt, und Wybeth und seine Nachfolger in der hilghermanscup der voerben. kerken versprechen Gewährleistung.
Zeugen: Luwert Boeltzen unde Eem, mester Meynds, borgers in Emeden.
Ghegheven ame maendaghe na unser leven Vruwen nativitatis daghe, ime jare seven unde achtentich.
10. Sept. 1487, Ostfriesisches Urkundenbuch, II, S. 257, nr. 1193
- Ummeborch, Gareborch, Ouersteborch.
Von J. Fr. d e V r i e s , Rektor in Emden,
Nach Urkunde Nr. 1193 in Friedl. Ostfr. Urkundenbuch bezeugt ein Wybeth Lübkens to G a r e b o r c h , zur Zeit Kirchvogt der
Kirche zu U m m e b o r c h , dass er mit Einwilligung des heren Egghen, Pfarrers zu U m m e b o r c h , und im Beisein des Wernekens tor O u e r s t e b o r c h , der vorscr. kercken mede-kerspelman, dem Meister Johann von Cleve ein Haus in Emden verkauft habe. (10. Sept. 1487.)
Denselben her Egghen finden wir in Urkunde 1127 als kercheren unser kercken ton B o r g h e n , in welcher Eigenschaft er einen Tauschkontrakt zwischen Wybet to Umyngheborch und dem Ordenshaus Jemgum besiegelt. Friedländer ist geneigt, dies Borghen in der Nähe des Jümmiger Hammrichs zu suchen und Umyngheborch für das dort nach Arends Erdbeschr. S. 190 belegene Neuburg zu halten, in dessen Nähe sich ausserdem noch die Borgstede und Oldeborg finden.
Ich halte Borghen für das auch später noch so benannte, jetzt allgemein als Kirchborgum bezeichnete Kirchdorf an der Ems in Oberrheiderland, das nach Bartels (Jahrb. d. Ges. f. K. u. v. Alt. I, Heft 1. p. 17) im Münsterschen Pfarrreiregister vom Jahre 1475
Huweghenborg oder richtiger Humeghenborg geheissen habe und in welchem sich nach Kettlers Beschreibung des Amtes Leer eine ü m m e g a b o r g befunden hat.
Humeghenborg, Umyngheborch, Ummeborch scheint von der Ummegaborg den Namen erhalten zu haben und das Kirchdorf
K i r c h b o r g u m oder kurzweg B o r g e n zu bezeichnen; die eingepfarrte Ortschaft G a r e b o r c h wäre dann das noch heute zu diesem Kirchspiel gehörige M i d d e l s t e b o r g e n , der Name O u e r s t e b o r c h aber in dem jetzt ebenfalls zu Kirchborgum gehörenden V e r s t e b o r g oder F e e r s t e b o r g e n erhalten.
|