Der Stammbaum der Familie ter Haseborg

Die Reise unserer Familie durch die Zeit.

Notizen


Stammbaum:  

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 #   Notizen   Verknüpft mit 
101 "Wassersucht" = wohl Herzinsuffizienz Bekkering, Jan (I0407)
 
102 "Wassersucht" = wohl Herzinsuffizienz Smit, Jacob Engelbarts (I0241)
 
103 "Wassersucht" = wohl Herzinsuffizienz Klinkenberg, Jan Harms (I0231)
 
104 "William "Bill" spent his early childhood in Sheffield, Iowa." Janssen, Wilhelm Eberhard (I0774)
 
105 "Wir können Albert Egges zu Recht als Großgrundbesitzer bezeichnen. Er ist einer der angesehensten in dem bekannten Buch von Jhr. DR. P. J. van Winter: "Die Listen der Hochgeschätzten im Departement der Westereems".
Van Winter hat viele Transaktionen (Kauf von Grundstücken, Einschnürungen oder Eigentum) von "adjoint du maire und fabriquant de briques" Albert Egges Stheeman erlebt. 1823 besaß er 117 Deimt in Scheemda, 41 Deimt in Eexta und 3 Deimt in Nieuw Scheemda.
Am 17. April 1788 kauft Albert Egges den Hofabschnitt E344 mit 77 Deimt Land an der Roggenmühle an der Molenstraat. Er besitzt auch die angrenzenden Gärten E342 und E343 (11 Morgen).
1828 verpachtet Albert Egges Stheeman den Hof für 6 Jahre, Pachtpreis fl. 775,= an Cornelis Aapkens, der mit Grietje ter Haseborg verheiratet ist. 1855 wird der Hof mit 40 ha, Festmiete fl. 537,= fl. 15.100 fl. von den Erben an Ontje Holtkamp verkauft. In der Molenstraat besitzt er auch ein Haus, Hof und Gärten, E353-E355 (21 Ar), außerdem am Diepswal einen Garten (E381) von 1,85 Ar entlang des trekdiep." 
Stheman, Albert Egges (I0462)
 
106 (Rep. 1010 197-199) Focken, Wabe (I0920)
 
107 1.6.1853 Obligation
Schuldner des weiland Ldw. Hinricus Holtkamp Ww. Swaantje Harms Diddens von Altbunderneuland,
Gläubiger des weiland Ldw. Cornelius Jacobus Aankens Ww. Grietje ter Haseborg zu Scheemda
9000 Gl.holl.
Notariatsakten des Notars Theodor Wilhelm Cramer zu Weener (Bd. 37, Nr. 6070-6375) 
ter Haseborg, Grietje (I0304)
 
108 10.5.1809 Vollmacht: Meddina Ter Hazeborg, Ehefrau des Amos E. Groeneveld zu Weener erteilt ihrem Ehemann Vollmacht in Erbschaftssachen nach ihrem weiland Bruder Jan Ter Hazeborg zu Scheemda
Notariatsakten des Notars Johann Anton Kirchhoff zu Weener (Vol. XIII, Nr. 1-20) 
ter Haseborg, Meddina (I0329)
 
109 10.5.1809 Vollmacht: Meddina Ter Hazeborg, Ehefrau des Amos E. Groeneveld zu Weener erteilt ihrem Ehemann Vollmacht in Erbschaftssachen nach ihrem weiland Bruder Jan Ter Hazeborg zu Scheemda
Notariatsakten des Notars Johann Anton Kirchhoff zu Weener (Vol. XIII, Nr. 1-20) 
ter Haseborg, Jan (I0328)
 
110 11. 6.1800 Obligation: Schuldner Joest Otten zu Weener, gemeinsame Gläubiger Antje, Feentje und Gepke Goemans, der Alderk Jans, Prediger Jan Pannenborg und Menno ter Hazeborg zu Mark, Stapelmoor und Weener Ehefrauen 437 Gl.holl.
Notariatsakten des Notars Johann Anton Kirchhoff zu Weener (Vol. IV, Nr. 166-193) Laufzeit - 1800 
Goemans, Gepke Jans (I0280)
 
111 11.10.1804 Antrag des Menno Ter Hazeborg zu Weener um Entlastung aus dem Dienst als Sielrichter der Wenner Süder Hammrichs Sielacht. ter Haseborg, Menno (I0279)
 
112 11.6.1800 Obligation: Schuldner Joest Otten zu Weener, gemeinsame Gläubiger Antje, Feentje und Gepke Goemans, der Alderk Jans, Prediger Jan Pannenborg und Menno ter Hazeborg zu Mark, Stapelmoor und Weener Ehefrauen 437 Gl.holl. ter Haseborg, Menno (I0279)
 
113 12.5.1810 Obligation: Schuldner Eheleute Harm Berends und Gretje Tjaben Groenewold zu Alt Bunder Neuland,
Eheleute Johannes Ter Hazeborg und Feeke Hilberts daselbst
Gläubiger Cändidato Theologiae Lucas Pannenborg zu Weener
18000 Gl.holl. - Steuer 17 Gl. 4 St.holl. 
ter Hazeborg, Johannes (I0125)
 
114 13.10.1809 Kaufvertrag: Verkäufer als Erben nach weiland Jan Siebrands Erben: Mutter Antje Boekhoff zu Weener; weiland Schwester Gretje Erkes Kinder aus der Ehe mit weiland Jan Cramer zu Leer deren Vormund Egbert Cramer zu Weener; Schwester Greetje Eerkes und Ehemann Tomas Penon zu Emden; Schwester Siebertje Erkes zu Weener; Schwester Teelke Erkes und Ehemann Menno Lucas Ter Hazeborg zu Weener
Käufer Kfm. Emme Riekena zu Weener
Objekt Bauacker auf dem Knollen 1Gras groß, Bauacker auf der Weener Gaste 1 1/2 Gras groß, Bauacker auf der Weener Gaste 1 1/2 Geas groß
Kaufpreis 1260 Gl.holl.
Erklärung zu Nachlaß des Jan Sybrands von Diiktor "van de invordering der Belasting op het Recht..." H.Hesse
Notariatsakten des Notars Johann Anton Kirchhoff zu Weener (Nr. 41-93) Laufzeit - 1809 
ter Haseborg, Menne Lukas (I0359)
 
115 13.10.1837 Quittung: Kfm. Jan ter Hazeborg zu Scheemda quittiert von Ldw. Hinricus Krull zu Kirchborgum durch Auctionator Stolze zu Weener zurückerhalten zu haben 1800 Gl.holl
Notariatsakten des Notars Theodor Wilhelm Cramer zu Weener (Bd. 20, Nr. 2448-2603) 
ter Haseborg, Fentje (I0283)
 
116 14. 2.1818 Kaufvertrag
Verkäufer Eheleute Hinricus Krull und Fentje ter Hazeborg zu Soltborg
Käufer Jacobus Daniels Gruis zu Erstenborgum
Objekt 2 Diemath Geiseland im Norder Hamrich von Weener bei Tweehusen
Notariatsakten des Notars Johann Anton Kirchhoff zu Weener (Vol. XXI, Nr. 4-9) 
Krull, Henderikus (I0373)
 
117 1473 wird im Brüchteregister ein Sydke to Bynnynen und ein Seyteke to Bynnegum (Bingum) genannt (Nr. 586, 588). Crumminga, Cirko Sybens van Bingum (I1279)
 
118 1475 wird Bunneke, "Buwens Sohn" genannt, als er Buße "vor ene wunde" zahlen musste (Brüchteregister Nr. 524, 527).
Kurze Zeit später wird folgendes beschrieben: "Auch Bunneke, Buwen zoene schall wedder komen vor vunser vrouen gnade (= Gräfin Theda, 1432-1494), want eer gnade wedder to Emeden kompt mit twen tugen unde Egbeth to Eppinghawerum, de mishandelinge aver tho tugen." 
von Aylingewer, Bonneke (I0841)
 
119 1475 wird sie nach einem Streit bei Coldeborg (bei Feykowaren, "emmers" = Eimer zerschlagen) als Zeugin gebeten, "wenn sie mag". N.N., Etta (I0844)
 
120 1483 verkauft Ebele in zweiter Ehe (Witwe, jetzt Eltekos rechte wyff) mit ihrem Sohn Siwke den vollständigen Erbbesitz Umyngheborg für 18 Stiege Arendsgulden, um alle Gläubiger ihres Mannes befriedigen zu können. Ob sie mit ihrem zweiten Mann auf einem Teilbesitz wohnen bleibt, kann nicht geklärt werden. N.N., Ebele (I1653)
 
121 1495 vertrat er die Grafen Edzard und Uko von Ostfriesland in Meppen. Hoytken, Sybo (I1274)
 
122 1514 stand er als Drost mit Johan von Soest und dem Amtmann Ubbo Emmen (später Bürgermeister von Norden) unter den erfolgreichen Verteidigern der Festung Leerort. Hoytken, Sybo (I1274)
 
123 1525 wird Wiard Sevken als Mitverkäufer des Hemke Winnen Heerdes up Weenigermoer angegeben. Siwken, Wiard (I1648)
 
124 1526 wird er als Sybo Hoyken zu Bingum bezeichnet (Rep. 234 Bd. 55). Hoytken, Sybo (I1274)
 
125 1528 wird er in den Akten als "vandage Amptmann up den Oort" (Leerort) verzeichnet. Hoytken, Sybo (I1274)
 
126 1530 hat Herr Wybeth, Pastor zu Grotehusen, den alten Siwke to Borgen als Zeuge gebeten. Hoytets, Siwke to Borgen (I1352)
 
127 1532 leistet Johan von Leyer den Bürgereid zu Emden. Unken, Johan von Leer (I1375)
 
128 1533 kauft er mit Fya ein Haus in Emden (Rep. 234 2 S. 486). Uniken, Haycko tho Lehr (I1504)
 
129 1537 kauft Meister Otto von Ulfert Wytedt tho Haysfelde "syn rechterheit von de.....Nagherkoep. Tuege Weyke Houwens, Inwoner to Lier, Menne tho Bollinghusen, syn Moeders Broders" (Rep. 234 55 S. 154). Vlaßkoper, Meister Otto (I0910)
 
130 1570, Awe Heuwen von Allinghwehr schuldet Hille Uncken 400 Gulden. Rep. 220/6, III Nr. 23 Unicken, Hilla (I1509)
 
131 1573 verkaufen Hemmo Ayldes (Dedinga) und Haye Wirtken (= Louwerts) als Erben des Wiard Siwerths dessen Behousinge zu Weener in den Middelverde an Wiard Fecken, den Sohn von Hiddeke Boelsen Crumminga. Siwken, Wiard (I1648)
 
132 1574 / 1632 Vollerbe in der Bauernrolle (Ordonanntie) zu Weener. Mennen, Wiart von der Haseborg (I0822)
 
133 1574 in der "Ordonanntie" (auch Bauernrolle) genannt. Mennen, Hoytet (I0794)
 
134 1574 sagt Menno ter Haseborg als Zeuge vor dem Reichskammergericht aus, er sei Hausmann, ungefähr 50 Jahre alt und sein Vermögen gibt er mit 4 oder 5000 Gulden an (Rep. 101 22). Wiardes, Menne thor Haseborg (I0798)
 
135 1575 wird seine Frau Hayke Witwe genannt. to Hilkenborg, Sybo (I1574)
 
136 1587 sagt er vor dem Reichskammergericht aus, sei ungefähr 60 Jahre alt und "wonhafftig zu Ukenborgh Im Amptt Ortt, Licentiatus Juris". (Rep. 101 127-130). Sparringa, Dr. Uko Heuwen von Aylingewer (I1382)
 
137 1590 wird er als Kommandant im Amt Stickhausen beim ostfriesischen Grafen Johan eingesetzt. Mathilde Ites geht davon aus, dass er dieses Amt, wegen seiner Abstammung aus einer alten ostfriesischen Familie erhalten hat. Wiardes, Menne thor Haseborg (I0798)
 
138 1599 bestätigt Graf Enno von Ostfriesland Ukos Schwiegersohn Petrus Ficinus die adlige Freiheit der beiden Herde Ukenborg und Bunde. Sparringa, Dr. Uko Heuwen von Aylingewer (I1382)
 
139 1610 leiht er sich von den Armenvorstehern in Groningen 650 Kaisergulden und verpfändet dafür den Herd in der Westermarsch. Harringa, Folpt (I0812)
 
140 1631 erbt er einen Silberbecher von Anneke Haykens. von Hatzum, Remet (I0813)
 
141 1638 wird er in einem Prozess vor dem Reichskammergericht genannt. Andreas, Poppo (I0933)
 
142 1639 werden Jevste und Menver Harringa, von ihrer Nichte Siwe Onken vor dem Reichskammergericht beschuldigt, unrechtmäßig Land verkauft zu haben. von Hatzum, Jevsta (I0811)
 
143 1659 erhebt sie, als Erbin von Ulrich Harringa, Anspruch auf 1000 Reichstaler plus Zinsen, von der Familie Loringa. von Hatzum, Jevsta (I0811)
 
144 1677 tritt Menne Sybens wieder als "ter Haseborg" auf. Sein Vater Sybo Hoytken wird nicht so benannt.
Menne ist seit 1677 Besitzer des Erbheerdes und leiht auf seinen ererbten Heerd 1677 und 1684 Gelder an. 
ter Haseborg, Menne Siebens (I0635)
 
145 1693-1759. Steven Jans Wolthuis, Kaufmann für Stoffe und Holz

Aus Notizen im Familienarchiv Ter Haseborg wissen wir, dass Jan Pieters Slagter, reich, aber kinderlos, seinem Bruder Derck aus Winschoten am Ende seines Lebens einen bemerkenswerten Vorschlag machte. Um das Kapital in der Familie Slagter zu halten, schlug er vor, eines seiner Kinder als Sohn aufzunehmen und als Erben zu ernennen. Die Wahl fiel auf Steven, der 1670 geboren wurde, und es ist vielleicht kein Zufall, dass dieser Junge den gleichen Namen wie sein verstorbener Sohn hatte. Das Kind wird vorerst bei seinen Eltern in Winschoten aufgezogen worden sein, aber die Einstellung als rechtmäßiger Sohn war so endgültig, dass er sich Steven Derks statt Steven Jans nennen ließ. Schließlich war Jan Pieters Slagter nun sein neuer Vater. Vermutlich bewohnte Maria Mennes nach dem Tod ihres Mannes weiterhin das Haus, in Erwartung des Moments, in dem Steven zusammen mit seiner Frau in das Haus einziehen würde. Dies geschah 1693, nachdem er am 5. März in Winschoten Mettje Mestingh, Tochter des Winschoter Kaufmanns Derck Harmens und Trijntien Jaspers, geheiratet hatte. (8) Steven Jans, der den Namen Wolthuis zu seinem Namen hinzufügte, finden wir als Vornamen als Händler von Tuch und Stoffen und Händler von Holz. Im Kirchenarchiv von Midwolda tauchte er 1698 als Lieferant von Holz für einen der Glockentürme der Vierturmkirche auf, und auch in der Diakonie-Buchhaltung von Scheemda erhielt er ab und zu Geld für geliefertes Holz, Nägel und Waren. In der Torenstraat wurden acht Kinder geboren, Anna, Jan Pieter, Derk, Tiddo, Grietje, Trijntie, Berentje und Pieter, und die Eltern notierten jedes Mal die Geburtsdaten mit der Uhrzeit in der Familienchronik. So auch für Sohn Pieter, am Donnerstagabend 7 9bris, geboren zwischen 8 und 9, Gott verlieh ihm ein langh und Godt saligh Leben, wie der beigefügte Wunsch. (9)
Der jüngste Sohn soll den Holzhandel und die Kaufmannschaft mit Laken und Stoffen von seinen Eltern übernehmen. Grietje, die 1700 geboren wurde, heiratete 1729 in Mitling, Ostfriesland, den sieben Jahre jüngeren Pastor Focke Jans ter Haseborg aus Weener. Durch sie würden die Ter Haseborgen später nach Scheemda gehen. Sohn Tiddo wurde 1723 Pfarrer und ging 1729 mit dem Segelschiff in die türkische Hafenstadt Smyrna, wo er dort zum Pastor in der niederländischen Handelsgemeinschaft ernannt worden war. Er wohnte bei dem niederländischen Konsul Baron de Hochepied, wo zwei Zimmer für ihn geräumt waren. Er starb 1740 und wurde im Alter von 41 Jahren in Smyrna beigesetzt. Aus der Korrespondenz zwischen ihm und seinen Eltern sind noch einige Briefe erhalten geblieben. (10)
Der Kaufmann und Kirchenverwahrer Steven Jans Wolthuis hat den Weggang seines Sohnes nicht mehr erlebt. Er war bereits am 24. August 1727 gestorben. Mettje Derks Mestingh starb am 15. Juni 1748 im Alter von 78 Jahren. Elf Jahre später, im Jahr 1759, wurde eine Bestandsaufnahme des gesamten Hausrats, des Stoffvorrats und des Holzes erstellt. Der Hausrat ist pro Zimmer beschrieben, und das gibt uns, abgesehen von einem Blick auf das Eigentum, einen Einblick in die Aufteilung des Hauses. Es gab ein Zimmer im Obergeschoss, vermutlich das Obergeschoss über dem Keller, mit einem Schrank, Tischen, einer Couch, 12 Stühlen, Betten mit Bettwäsche und nicht weniger als 167 Delfter Tellern. Im Vorzimmer befinden sich ein Schrank, Stühle, Bettwäsche und acht Gemälde. Außerdem gab es in der Küche eine Uhr, ein Barometer, Tische, Bettwäsche und eine riesige Menge Zinn und Kupfer. Im Zimmer Bettwäsche und im Keller Bierfasser, ein Fass und Eimer. Unter der Liste der Silber finden wir Kerzenhalter, Tabakgläser, Gabeln, Messer, Schuhschnallen, 31 Löffel und 179 silberne Knöpfe. Und was ist mit dem Leinen mit 11 Herrenhemden, 16 Damenhemden, 66 Laken, 27 Kissenbezügen und 84 Servietten. In der Hälfte von zwei Bibeln gibt das Inventar nicht weniger als 190 große und kleine Bücher. Der größte Teil bestand vermutlich aus theologischen Werken, aber dennoch sagt es viel über das breite Interesse der Familie aus. Der Wert des Geldes, das im Kabinett gefunden wurde, die Gulden und die Sak Schillings, 4 Stück Goldgel und 42 Stück große und kleine in Silber, betrug mehr als 1000 Gulden. In der Bestandsaufnahme finden wir auch ein Vermögen an unbezahlten Rechnungen der Kunden. Die Buchschulden beliefen sich auf nicht weniger als 10.410 Gulden! Hinzu kamen die Schulden von Familie und Freunden in Höhe von 3811 Gulden. Das war wirklich ein großes Kapital. Am 6. Juli 1759 fand die endgültige Abrechnung statt, und Sohn Pieter Stevens Wolthuis übernahm den Fall offiziell. (11) 
Wolthuys, Steven Jansen (I0454)
 
146 1693-1759. Steven Jans Wolthuis, koopman in stoffen en hout

Aus den Aufzeichnungen im Familienarchiv ter Haseborg wissen wir, dass Jan Pieters Slachter, wohlhabend, aber kinderlos, seinem Bruder Derck aus Winschoten am Ende seines Lebens einen bemerkenswerten Vorschlag unterbreitete. Um den Reichtum in der Familie Slachter zu erhalten, schlug er vor, eines seiner Kinder zu adoptieren und es zu seinem Erben zu ernennen. Die Wahl fiel auf Steven, geboren 1670, und es ist wohl kein Zufall, dass dieser Junge denselben Namen wie sein verstorbener Sohn trug. Das Kind wurde vermutlich vorerst von seinen Eltern in Winschoten aufgezogen, doch die Adoption als legitimer Sohn war so endgültig, dass er sich Steven Jans und nicht mehr Steven Derks nannte. Schließlich war Jan Pieters Slachter nun sein neuer Vater. Vermutlich wohnte Maria Mennes nach dem Tod ihres Mannes weiterhin in dem Haus und wartete auf den Einzug von Steven und seiner Frau. Dies geschah 1693, nachdem er am 5. März in Winschoten Mettje Mestingh, die Tochter des Winschotener Kaufmanns Derck Harmens und Trijntien Jaspers, geheiratet hatte.

Steven Jans, der seinem Namen den Beinamen Wolthuis hinzufügte, wird als bedeutender Tuch- und Stoffhändler sowie Holzhändler erwähnt. Im Kirchenarchiv von Midwolda erscheint er 1698 als Lieferant von Holz für einen der Glockentürme der viertürmigen Kirche. Auch in den Rechnungen des Diakons von Scheemda ist vermerkt, dass er gelegentlich Geld für Holz, Nägel und Waren erhielt. Acht Kinder wurden in der Torenstraat geboren: Anna, Jan Pieter, Derk, Tiddo, Grietje, Trijntie, Berentje und Pieter. Die Eltern hielten jedes Geburtsdatum und jede Geburtszeit sorgfältig in der Familienchronik fest. Dies galt auch für Sohn Pieter, der am Donnerstagabend, dem 7. September, zwischen 20 und 21 Uhr geboren wurde. „Möge Gott ihm ein langes und gesegnetes Leben schenken“, hieß es in dem beigefügten Wunsch.

Der jüngste Sohn übernahm den Holzhandel und das Tuch- und Textilgeschäft seiner Eltern. Grietje, geboren 1700, heiratete 1729 in Mitling, Ostfriesland, den sieben Jahre jüngeren Pfarrer Focke Jans ter Haseborg aus Weener. Durch sie zog die Familie ter Haseborg später nach Scheemda. Sohn Tiddo wurde 1723 Pfarrer und reiste 1729 mit einem Segelschiff in den türkischen Hafen Smyrna, wo er als Pfarrer der dortigen niederländischen Handelsgemeinde eingesetzt worden war. Er lebte beim niederländischen Konsul Baron de Hochepied, dem zwei Zimmer zur Verfügung gestellt worden waren. Er starb 1740 und wurde im Alter von 41 Jahren in Smyrna beigesetzt. Einige wenige Briefe zwischen ihm und seinen Eltern sind erhalten geblieben.
Der Kaufmann und Kirchenvorsteher Steven Jans Wolthuis erlebte die Abreise seines Sohnes nicht mehr. Er war bereits am 24. August 1727 verstorben. Mettje Derks Mestingh starb am 15. Juni 1748 im Alter von 78 Jahren.
Elf Jahre später, 1759, wurde ein Inventar des gesamten Hausrats, des Stoffvorrats des Ladens und des Holzes erstellt. Die Gegenstände wurden Raum für Raum beschrieben, was neben einem Einblick in das Anwesen auch Aufschluss über die Raumaufteilung gibt. Im Obergeschoss, vermutlich dem Raum über dem Keller, befanden sich ein Schrank, Tische, ein Sofa, zwölf Stühle, Kastenbetten mit Bettwäsche und nicht weniger als 167 Delfter Keramikteller. Im vorderen Zimmer standen unter anderem ein Schrank, Stühle, Bettwäsche und acht Gemälde. In der hinteren Küche gab es außerdem eine Uhr, ein Barometer, Tische, Bettwäsche und eine große Menge an Zinn- und Kupferwaren. Im kleinen Zimmer befanden sich Betten, im Keller Bierfässer, eine Butterfass und Eimer. Unter den Silbergegenständen fanden sich Kerzenleuchter, Tabakdosen, Gabeln, Messer, Schuhschnallen, 31 Löffel und 179 Silberknöpfe. Und was ist mit der Wäsche? Darunter befanden sich 11 Herrenhemden, 16 Damenhemden, 66 Bettlaken, 27 Kissenbezüge und 84 Servietten. In zwei Bibeln verzeichnete das Inventar nicht weniger als 190 Bücher, große wie kleine. Der Großteil bestand vermutlich aus theologischen Werken, doch zeugt dies dennoch von den vielfältigen Interessen der Familie. Der Wert des im Schrank gefundenen Geldes – Gulden und Sak-Schilling, 4 Goldmünzen und 42 Silbermünzen, große wie kleine – überstieg 1.000 Gulden. Das Inventar offenbarte zudem eine Fülle unbezahlter Kundenrechnungen. Die Buchschulden beliefen sich auf sage und schreibe 10.410 Gulden! Hinzu kamen Schulden von Familie und Freunden in Höhe von 3.811 Gulden. Das war wahrlich eine beträchtliche Summe. Am 6. Juli 1759 erfolgte die endgültige Begleichung, und Sohn Pieter Stevens Wolthuis übernahm offiziell das Geschäft. 
Mestingh, Mettje Dercks (I0455)
 
147 17.5.1814 Quittung: Johannes Ter Hazeborg zu Altbunderneuland quittiert von Sybe van Mark zu Weener den Kaufpreis für ein ihm verkauftes Stück Land in Höhe von 2650 Gl.holl. erhalten zu haben
Notariatsakten des Notars Johann Anton Kirchhoff zu Weener (Vol. XVII, Nr. 95-128) 
ter Hazeborg, Johannes (I0125)
 
148 1759–1774. Pieter Stevens Wolthuis, Kaufmann für Stoffe und Holz

Nachdem die Kinder nach und nach das Haus in der Torenstraat verlassen hatten und Steven Jans Wolthuis und Mettje Mestingh verstorben waren, bewohnte der jüngste Sohn, Pieter, das Gebäude. Wie sein Vater war er Kaufmann für Holz und Stoffe und bewirtschaftete zudem Land. Er wurde am 5. November 1709 geboren und gehörte als Kaufmann zu den angesehenen Bürgern des Dorfes. Viele Jahre lang war sein Name mit dem Amt des Kirchenvorstehers von Scheemda verbunden. (12) Aus einem zweiten Inventar von 1774 geht hervor, dass in dem Gebäude zwei Gewerbe betrieben wurden: ein Tuchhandel und eine Holzverarbeitungsfirma. Der genaue Standort dieser Betriebe ist unklar. Die Auflistung eines umfangreichen Stoffbestands lässt vermuten, dass sich im Haus eine Art Lagerhaus befunden haben könnte, obwohl das Inventar nur den Warenbestand im Laden und im alten Laden erwähnt. Die akribische Auflistung der verschiedenen Stoffe nach Farbe und Zusammensetzung ist an sich schon eine Untersuchung wert. Bleituch, dunkelbraun, mausgrau, grün und blau, roter Filz, Bombasin, gestreifte Hosen, graues Leinen, Batikstoff, Geschirrtuch und Überzug, Damast, schwarze Seide, Trauertücher, Trauerschleier, Walbein, Knöpfe aus Glas und Zinn, Strümpfe, Fliegen, Baskenmützenbänder und Leder. Das Inventar belegt eindeutig, dass Wolthuis nicht nur ein bedeutender Lieferant von Stoffen für das einfache Volk, sondern auch für die wohlhabende Oberschicht war. Neben einem Laden erwähnt das Inventar auch einen Holzplatz. Angesichts des sehr begrenzten Platzes auf dem Grundstück befand sich dieser Betrieb wahrscheinlich an einem anderen Ort. Wir lesen von einem Bestand an Latten, Rippen, Kiefernbrettern, Latten, Tannen- und Eichenholz. Als allmählich klar wurde, dass der Kaufmann unverheiratet und somit kinderlos bleiben würde, beriet die Familie erneut über die Fortführung des Geschäfts. Es war der Pfarrerssohn Jan Ter Haseborg aus Mitling, Sohn von Pieters Schwester Grietje, der Interesse an der Übernahme beider Geschäfte zeigte. Nach Pieter Steven Wolthuis’ Tod am 5. Juni 1774 wurde der Hausrat aufgeteilt. Jan ter Haseborg, als neuer Besitzer, übernahm einen Großteil der Gegenstände: die Spiegel, sieben Teller auf der Kommode, die gedrechselten Stühle, die Samtkissen, das Eichenpult, das Barometer sowie Vorhänge, Bettwäsche, Öllampen und Küchenutensilien. Andere Familienmitglieder kauften den Rest. Erst zwei Jahre später erfolgte die Abrechnung und Aufteilung des im Schrank gefundenen Bargelds: Schillinge, Gulden, Gold- und Silbermünzen. Am 13. Juni 1776 waren die Angelegenheiten geregelt und das Potgeld unter ihnen aufgeteilt.  
ter Haseborg, Focko Janssen (I0322)
 
149 18.7.1805 Sylrichter Menno ter Hazeborg vermietet im Auftrag der Gebke Goemans deren Haus mit Grund zu Weener an den Lazarus Cosse zu Weener auf 15 Jahre und erhält an Stelle einer Miete von dem Mieter ein linslApses Darlehen von 1700 Gl.holl. ter Haseborg, Menno (I0279)
 
150 1808–1845. Jan ter Haseborg, Heika Stheeman und Sophia Pelinck, Kaufmann und Ziegelfabrikant

Bereits vor dem Tod des unverheirateten Kaufmanns trat ein weiterer Cousin aus Weener als Geschäftspartner in das Geschäft in der Torenstraat ein. Es handelte sich um Jan ter Haseborg, den Sohn seines Bruders Menne Jan, der mit Gepke Goeman verheiratet war. Er wurde am 13. Juni 1779 geboren und kam mit Anfang zwanzig als unverheirateter Geschäftsmann nach Scheemda. Bald lernte er jedoch die junge Heika Stheeman kennen, Tochter des wohlhabenden Geschäftsmanns Albert Egges Stheeman, der 1802 in Scheemderzwaag eine Ziegelei gegründet hatte. Sie heirateten am 5. November 1807.
Nach dem Tod seines Onkels im Jahr 1808 übernahm Jan ter Haseborg das Tuch- und Holzgeschäft sowie den Kalkofen am Winschoterdiep-Kanal. Der Familientradition zufolge befand sich das Geschäft des Tuchhändlers damals in einem Gebäude in der Esbörgstraat, dem Laden von Martha und Egbert Blaauw. Dies ist durchaus möglich, da das Haus, 1774 von Sijpko Stheeman erbaut, bereits im Besitz von Heikas Familie war. Die Überlieferung besagt weiter, dass der Tuchhändler einmal jährlich mit der Postkutsche nach Amsterdam reiste, um einzukaufen. Dabei trug er eine beträchtliche Menge Bargeld auf der langen und gefahrvollen Reise durch Drenthe, über Amersfoort und durch die Veluwe. Am Sonntag vor seiner Abreise wurde in der Kirche von Scheemda für eine gute Reise und eine sichere Rückkehr gebetet. Über das Haus in der Torenstraat ist zu jener Zeit wenig bekannt. Die Familie erwähnt ein großes Haus mit einem ungewöhnlich breiten Flur, bei dem es sich möglicherweise um den Laden handelte. Während der Befreiung von den Franzosen im Dezember 1813, so die Legende, ritten die unzivilisierten Kosaken mit ihren kleinen Pferden in den Flur und aßen das Fleisch, das in der Küche hing. Übrigens trieb Ter Haseborg später gute Geschäfte mit den Kosaken und lieferte ihnen Stoffe.
Harm Hesse, der 1811 unter französischer Herrschaft zum Bürgermeister ernannt worden war, trat 1813 im Zuge des Machtwechsels zurück, und der Kaufmann Jan ter Haseborg folgte ihm als "schout" nach. Offenbar gefiel ihm das Amt jedoch nicht, denn am 30. Juli 1816 bat er den Kommissar des Bezirks Winschoten, Herrn J.R. Modderman, dringend um seinen Rücktritt. Kaufmann Ter Haseborg war anschließend in verschiedenen Bereichen tätig. Nach dem Tod seines Schwiegervaters führten zunächst die Erben der Familie Stheeman die Ziegelei, die dann aber in den Besitz von Jan ter Haseborg überging. Die Ziegelei blieb bis 1899 im Familienbesitz. Fast zeitgleich mit der Übernahme der Fabrik wandte sich der Kaufmann der Landwirtschaft zu. Er kaufte einen alten Bauernhof in der Oosterstraat von der Familie Hesse und erwarb einiges an Land. 1836 wurde ein neues Bauernhaus errichtet, das vom ersten Knecht bezogen wurde. Die Familie Ter Haseborg selbst wohnte weiterhin in der Torenstraat. Nach dem Tod seiner Frau Heika Stheeman heiratete Jan ter Haseborg am 10. Juli 1825 Sophia Pelinck. Sie kannten sich schon seit vielen Jahren, da sie die Tochter von Pfarrer Jan Pelinck war und nur einen Steinwurf entfernt im Pfarrhaus gegenüber der Kirche wohnte. Es war eine bemerkenswerte Ehe, denn er war bereits 46 Jahre alt und hatte drei erwachsene Söhne, während Sophia erst 24 war. Sophia passte übrigens gut zu ihm. Sie war klug, selbstsicher und unternehmungslustig. Eine amüsante Anekdote aus ihren jungen Jahren handelt vom französischen Rückzug im Jahr 1813. Während dieses Rückzugs, bei dem mehrere Zivilisten von den Soldaten ausgeraubt wurden, kamen nur wenige Menschen. Nur die zwölfjährige Sophia beobachtete die fliehenden Franzosen vom oberen Fenster des Pfarrhauses aus. Plötzlich erblickte einer der jungen Offiziere sie. Er hielt sein Pferd an und grüßte sie höflich mit „Bonjour madame“. Pfarrer Jan Pelinck blieb nichts anderes übrig, als den Offizier hereinzubitten und ihm ein Glas Wein anzubieten. Später widmete sie sich verschiedenen künstlerischen Bereichen. So sind beispielsweise ein handgeschriebener Gedichtband, eine Reihe wunderschöner, mit farbiger Tinte gemalter Blumenarrangements und ein Reisebericht von einer Reise von Bremen erhalten geblieben. Der Familientradition zufolge verkaufte Jan ter Haseborg nach seiner Heirat mit Sophia Pelinck das Stoffgeschäft und das Holzunternehmen. Das Stoffgeschäft wurde von Ligtenberg übernommen, das Holzunternehmen von der Familie Crol.

Jan ter Haseborg hatte mit seiner ersten Frau drei Kinder: Albert Egges, der 1836 die Ziegelei übernahm; Herrn Menno Jan, Rechtsanwalt und Bürgermeister von Hoogezand; und Ubbo Evers, der relativ jung verstarb. Aus seiner Ehe mit Sophia Pelinck gingen folgende Kinder hervor: Jan Pelinck ter Haseborg, der jung verstarb; Henrica Gepkéa, die Herrn Johan Hesse heiratete; Gephard Pieter, der nach seiner Heirat auf dem Bauernhof in der Oosterstraat lebte; und Magrietha Mechelina, die bis zu ihrem Tod im hohen Alter im Dorf lebte. 
ter Haseborg, Jan Mennes (I0303)
 

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